Wie spät ist es gerade bei Bento?

Rio de Janeiro


Marathonstrecke 2009

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Rio de Janeiro

Kinder Casa Amor und Sitio das Criancas

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Weihnachten

Zur Zeit bin ich im "Sitio das Criancas"

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Heim der kleinen Jungen

Kindertagesstätte "Sao Jose Operario"

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Ein Wochenende am Strand

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Emili aus der Creche "K11"

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Montag, 11. August 2008

Mein erster Eindruck in Brasilien

1 Kommentar:

Ben hat gesagt…

Oi,
nun hab ich endlich mal Zeit zum Schreiben ;-)
Hab mich so einigermaßen hier eingewöhnt...oder sagen wir mal so...der erste Schock ist vorbei. Nova Iguacu ist ein dreckloch...es sieht aus wie nach dem Krieg. Überall laufen Hunde rum, kaputte Autos stehen rum, die Straßen oder Wege sind voller Müll und Gerümpel und mein Haus wo ich wohne ist auch total runtergekommen und schmutzig. Am ersten Tag war ich so von meinem Zimmer geschockt, dass ich sofort die Familie wechseln wollte. Das Bettlaken war total schmutzig und das Zimmer sah aus wie eine Rümpelkammer. Ich konnte nirgendswo meinen Kofffer hinstellen und ich wollte es auch nicht. Meine Gastmutter war wie jeden Tag von 14-22 Uhr in der Bäckerei von Avicres arbeiten und ich war alleine Zuhause. Hab das Bett dann neu bezogen ( hab sie angesprochen) und mich schlafen gelegt.
Am nächsten Tag sah dann die Welt schon ganz anders aus. Die Schimmelige Zimmerdecke hat mich nicht mehr geschockt
und ich bin positiv denkend an alles herangegangen. Die Gastmutter und ihr Sohn haben nämlich beide auf dem Sofa im Wohnzimmer geschlafen und ich durfte wenigstens im Bett schlafen. Außerdem wurde mir gesagt, dass ich ein neues Zimmer bekomme und es heute Abend fertig ist. Nun hab ich ein neu gefliestes Zimmer...es ist in Ordnung....von meinem Zimmer geht es auch zum dreckigen Bad ( Klospühlung geht nicht) und alle müssen durch mein Zimmer ;-( In meinem Zimmer steht nun eine Bank, ein Bett und ein kleiner, runder Tisch. Bin zufrieden. Habe dann auch den Sohn kennengelernt ( Carlos, 27) und wir verstehen uns super. Er hielft mir wo er kann und wir unternehmen nun auch zusammen etwas. Waren gestern Abend in einer Bar und haben Caipi und Bier getrunken. Er hat mir auch an meinem PC Internet eingerichtet und bringt mir die Sprache bei.
Die letzten Tage haben wir uns alle immer um 9 Uhr getroffen ( wurde abgeholt) und sind dann in die Projekte gefahren.
Die Kinderheime waren total intererssant. Die Kinder haben absolut nichts und sind trotzdem total lebensfroh und strahlen was aus. Umarmen uns einfach so und wollen mit uns spielen und uns verschieden Sachen zeigen. Haben sich z.B aus Müll einen Drachen gebaut oder Instrumente und spielen auf Holztore ( Balken) super gerne Fußball. Habe schon viele eindrucksvolle Bilder gemacht...sende dir später welche oder lade sie bei Studivz hoch. Mit den anderen drei Praktikanten verstehe ich mich sehr gut...wir haben ungefähr die selben Meinungen und Eindrücke. Heute hatten wir frei ( keine Projekte) und sind mit einem Fahrer und zwei anderen Deutschen nach Rio de Janeiro gefahren.
Dort haben wir uns die Copacabana angeguckt...ein großer Strand..ringrsum sind Hochhäuser und Berge...und natürlich der Zuckerhut. Der Strand erinnerte mich an den Strand in Barcelona. Hatte ihn mir anders vorgestellt. Irgendwie exotischer.
Haben uns dann noch von weitem ( es war zu nebelig) die Christus Statue angeguckt...ist total bombastisch...Riesengroß.
Wollen sie uns demnächst mal aus der Nähe angucken. Mehr haben wir noch nicht in Rio gesehen...die Zeit war zu knapp.
Was auch noch sehr ungwohnt ist....es ist um 19 Uhr total dunkel...werde schnell müde und denke, es wäre um 21 Uhr schon total spät. Morgen bleibe ich den ganzen Tag bei meiner Gastfamilie..es ist Vatertag und wir wollen wahrscheinlich den Gottestdienst besuchen. In der Gastfamilie essen wir meistens sehr spät...die Gastmutter muss bis 22 Uhr in der Bäckerei von Avicres arbeiten und ist erst um ca. 23 Uhr im Haus ( haben kein Auto, fährt Bus). Der Sohn studiert Marketing in Rio de Janeiro und hat Abend von 18 Uhr bis 23 Uhr Uni. Morgens geht er bis Nachmittags arbeiten ( Marketing Firma). Meistens essen wir so um kurz vor 24 Uhr.
Fühle mich aber in meiner Gastfamilie total wohl. Kann tun und machen was ich will und ich finde für alles ein offenes Ohr.
Sie wollen nur mein Bestes...sie haben nur nicht die finanziellen Mittel...würden mir aber ihr letztes Hemd geben. Das sieht man daran, dass ich nun ein frisch renoviertes Zimmer habe und der Sohn auf dem Sofa im Wohnzimmer schläft.