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Rio de Janeiro


Marathonstrecke 2009

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Kinder Casa Amor und Sitio das Criancas

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Weihnachten

Zur Zeit bin ich im "Sitio das Criancas"

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Heim der kleinen Jungen

Kindertagesstätte "Sao Jose Operario"

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Ein Wochenende am Strand

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Emili aus der Creche "K11"

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Samstag, 30. August 2008

Eine Woche im Heim der großen Jungen

1 Kommentar:

Ben hat gesagt…

Die letzte Woche verbrachte in der Zeit von 9 Uhr-17 Uhr im Heim der großen Jungen " Sitio Natuareza Viva". Zur Zeit leben dort 17 Jungen im Alter von 10-16 Jahren.
Am ersten Tag wurde ich direkt sehr herzlich von den Jungen und den Mitarbeitern begrüßt.
Einige Jungen umarmten mich, nahmen mich an die Hand und zeigten mir voller Stolz das Gelände des Heims. Das Gelände ist sehr groß und wunderschön. Es gibt einen Fußballplatz, ein Schwimmbecken, eine Kapelle, eine Tischlerei, ein Entspannungsraum, ein Klassenzimmer, verschieden selbstangebaute Felder mit Gemüse, ein Gehhege mit Tieren und einen Wohnkomplex. In diesem Wohnkomplex haben die Jungs ihre Schlafzimmer ( 6er und 8er Zimmer), es gibt Duschräume, ein Eßraum und eine Küche. Zudem haben die Mitarbeiter verschiedene Räume zur Verfügung. Nachdem ich das Gelände, auf dem sich auch exotische Bäume mit Früchten ( Bananen, Mango, Kokusnuss, Papaya usw.) begutacht hatte, wurde ich zu einem Gastspiel auf dem Fußballplatz eingeladen. Ich hab echt alles gegeben und einige Tricks aus Deutschland konnte ich auch anwenden....trotzdem hatte ich oft das Nachsehen und kann nun gut verstehen, warum Brasilien 2 mal mehr die Weltmeisterschaft gegenüber Deutschland gewonnen hat. Naja, die Jungen waren mit meiner Leistung zufrieden und lobten mich.
Nachden Spiel wurde wie jeden Tag um ca. 12 Uhr das Mittagessen zusammen eingenommen. Vorher wurde natürlich Gebetet . Es gab Bohnen, Reis, Hühnchenfleisch und Nudeln. Wie eigentlich jeden Tag....nur das Fleisch variierte. Es schmeckt aber super un d ich habe mich schon sehr gut an das Essen gewöhnt. Nach dem Mittagessen spühlte jedes Kind selber sein Besteck und trocknete es ab. So werden die Mitarbeiter entlastet und die Kinder arbeiten auch im Haushalt mit. Diese viel mir auch während der ganzen Woche auf. Die Kinder helfen gerne und mit viel Elan auf dem Gelände und im Haushalt mit. Sie putzen, fegen, sammeln Blätter und Müll auf. Es ist für sie selbstverständlich und Normal.
In der Mittagszeit beschäftigen die Kinder sich sehr gerne selber. Sie gehen im Schwimmbecken schwimmen, spielen zusammen Gummitwist oder Gesellschaftsspiele, malen Bilder, legen sich in die Sonne und ruhen sich ein bißchen aus. Über den Tag verteilt gehen Sie in die Schule, werden in der Tischlerei auf die Berufswelt vorbereitet, Musikalisch gefördert. In diesem Heim finden Sie bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr ein wirkliches Zuhause. Von den Erziehern, Lehrern werden sie nicht nur betreut, sondern sie wissen sich geliebt und geachtet, ausgebildet und nach Kräften gefördert.Um ihre vielfältigen seelischen Verletzungenverarbeiten zu können, erhalten sie dort auch psychologischen Beistand.Der ist sehr nötig, sehen denn schon kleine Kinder, die ins Heim kommen, aus wie uralte , verbrauchte Menschen. Spiel und Sport sowie regelmäßiges Schwimmen und Fußballspielen tragen mit dazu bei, dass die körperlich geschundenen Kinder wieder fit werden.
Neben der physischen und psychischen Wiederherstellung ist die Vermittlung von positiven Werten von großer Bedeutung. In dem Haus lernen die Jungen die positiven Seiten eines liebevollen Familienlebens kennen.Sie trainieren, freundschaftlich miteinander und sorgsam mit ihrem Eigentum umzugehen. Dieses Heim ist eine Oase für die Kinder und Jugendlichen in der Trabantenstadt " Nova Iguacu". Ihre zerütteten Familien versuchen mit dem wenigen Geld das sie habenzu überleben. Selbst die elementarsten Grundbedürfnisse können die Eltern ihren Kindern nicht sichern. Die Organisation Avicres versucht diesen Kindern und Jugendlichen eine menschenwürdige Zukunft zu ermöglichen.Dazu wurden vier verschieden Heime ( darunter auch das Heim der großen Jungen) in unterschiedlichen Stadtteilen von Nova Iguacu eingerichtet.
Nach der Mittagszeit spielte ich mit den Kindern nochmals Fußball. Wie Sport doch verbinden kann...super. Trotz meiner wenigen Sprachkenntnisse spielten wir blind zusammen Fußball und hatten Spaß. Einige neue Fußballtricks konnte ich mit staunen vernehmen.
Um 16 Uhr wurden wir dann zum " Lunch" von den Mitarbeitern gerufen. Es gab "Hot Dog" und Ananas Saft. Lecker !!!. Nach der Zwischenmahlzeit wurde ich von zwei Jungen an die Hand genommen und zur Küche geführt. Ein Mitarbeiter ( Alexander) hatte für mich einen Zuckerrohr- Stab abgechlagen und zurecht geschnitzt. Diesen Stab sollte ich nun Lutschen. Und zu meiner Verfunderung schmeckte er sehr süß, fruchtig und lecker. Ich biss fleißig auf dem Sock herum....immer mehr Zucker kam heraus. Die beiden Jungen schnitzen sich auch einen Stock zurecht und strahlten. Konnten Sie mir doch was Neues präsentieren.

Um 17 Uhr war dann mein erster Tag im "Naruareza Viva" zuende. Ich war total kaputt ( vom Fußballspielen und den ganzen vielen neuen Eindrücken), aber auch total zufrieden. Diese Jungs sind super und machen spaß. Ich freute mich auf die nächsten Tage mit den Jungen und den Mitarbeitern.
Und nun am Ende der Woche kann zufrieden und gleücklich zurückschauen.....ich hatte 17 und mehr neue Freunde gefunden...mit denen ich eine tolle Woche verbracht hatte. Danke, dass ich die Erfahrungen in Brasilien sammeln konnte und noch weiterhin sammeln darf.

Liebe Grüße

Benedikt